Sie hatte Angst vor dem Knopf. Nach zwei ruhigen Proben wusste sie, wo sie klicken muss, wie Licht hilft und welche Notizen wichtig sind. Das Gespräch lief flüssig, die Medikation wurde angepasst, der Weg zur Praxis entfiel. Heute lacht sie: „Ich kann das!“ Und ihre Tochter schläft wieder besser.
Der Enkel richtete das Tablet ein, die Navigatorin erklärte die Erinnerungsapp, die Nachbarin notierte Lieferzeiten der Apotheke. Als dann ein Infekt kam, griff alles ineinander: schnelle Videosprechstunde, klare Dosierung, kurze Nachkontrolle am nächsten Morgen. Aus einzelnen Gesten wurde ein tragfähiges Netz, das Sicherheit und Selbstbestimmung fühlbar machte.
Kurz vor der Videosprechstunde brach die Verbindung ab. Die Navigatorin wechselte auf Telefon, schickte Fotos datensicher nach, fasste Symptome strukturiert zusammen und organisierte eine zeitnahe Hausvisite. Die lückenlose Notiz erleichterte die Entscheidung, die Patientin blieb stabil. Die Lehre: Technik unterstützt, doch Professionalität entsteht im ruhigen Umgang mit Unvorhergesehenem.
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